Wäre es nicht an der Zeit, dass Technologie ein uraltes Problem im Schienenverkehrs löst?

Author: Tony O'Brien

 

Seit Jahrzehnten versucht die Industrie, auf die Gefahren und Konsequenzen eines unbefugten Zutritts zu Bahnanlagen aufmerksam zu machen, einerseits um Leben zu retten, aber auch um die damit verbundenen Verspätungen und Kosten einzudämmen. Dass Personen die Gleise betreten, ist jedoch noch immer gang und gäbe. Hier muss also dringend etwas passieren.

Mit welchem immensen Kosten ein unbefugter Zutritt verbunden ist, zeigte sich eindrucksvoll beim Comeback einer der weltweit berühmtesten Dampflokomotiven Anfang des Jahres. Die Jungfernfahrt der Flying Scotsman nach ihrer zehnjährigen Restaurierung ließ viele Zugliebhaber auf der Jagd nach dem perfekten Foto die Gleise stürmen.

Trotz wiederholter Warnungen der Öffentlichkeit hinsichtlich der Gefahren, die auf den Gleisen lauern, strömten unzählige Menschen auf die Schienen, sodass zeitweise alle Hauptlinien zur Ostküste gestoppt wurden und die britische Bahnpolizei eingreifen musste.

Nigel Harris, Herausgeber des Rail Magazine, befand sich damals im Zug und beschrieb den Vorfall treffend als „ungezügelten Vorstoß einer kopflosen Masse“. Zum Glück kostete der ungeplante Stopp kein [TB1] Leben, aber dem vom Steuerzahler finanzierten Network Rail kam der Vorfall dennoch teuer zu stehen. Die Verspätungen summierten sich auf acht Stunden mit Auswirkungen auf 59 Verbindungen. Daraus resultierend wurde Network Rail zu Schadensersatzzahlungen in Höhe von ca. £ 60.000 verpflichtet.

Die hohen Kosten des unbefugten Zutritts 

Der abrupte Halt der Flying Scotsman ist nur ein Beispiel. Bahnbetreiber haben tagtäglich mit den Auswirkungen des unbefugten Betretens von Gleisanlagen zu tun. Wird eine Person auf den Gleisen entdeckt, müssen aus Sicherheitsgründen alle Züge im Umkreis gestoppt werden, was logischerweise einen Dominoeffekt auf den Rest des Schienennetzes hat. Unbefugtes Betreten, Selbstmord und Vandalismus gefährden nicht nur die Passiere und Mitarbeiter, sondern kosten das britische Bahnnetz jedes Jahr Millionen Pfund an Strafen und Schadensersatz. Als die Zahlen 2012/13 das letzte Mal veröffentlicht wurden, beliefen sich die Kosten auf 35 Mio. £.

Zutrittswarnsystem 

Panasonic, wie auch andere Unternehmen, arbeitet mit Partnern in der Bahnindustrie in ganz Europa zusammen, um intelligente, vernetzte Technologielösungen zu entwickeln, die die Gefahren und Kosten im Zusammenhang mit dem unbefugten Zutritt zu Gleisanlagen minimieren. 

In den vergangenen sechs Monaten haben wir am Proof-of-Concept eines einzigartigen Zutrittswarnsystems mitgewirkt, das es den Bahnbetreibern erlaubt, die mit einem unbefugten Zutritt an bekannten Hot Spots verbundenen Kosten zu senken. 

Das implementierte System kombiniert unsere spezielle Kameratechnologie mit szenariobasierten Regeln, um Personen zu verfolgen und deren Verhalten im Zusammenhang mit unbefugtem Zutritt und Vandalismus zu analysieren. 

Es ermittelt, ob sich tatsächlich ein potenzieller Vorfall anbahnt und hilft gleichzeitig, falsche Alarme zu vermeiden, die ebenfalls unnötige Verspätungen auslösen können. 

Vor allem aber wird das System dazu beitragen, die Sicherheit zu erhöhen, indem Personen von den Gleisen ferngehalten werden, sodass die Züge ungehindert rollen können. Hinzu kommt, dass nicht mehr permanente  Bahnmitarbeiter auf den Gleisen zugegen sein müssen, da ein akustischer Alarm und ein Fehlalarmvermeidungssystem dies vielfach überflüssig machen. So können sich die Mitarbeiter stattdessen der Kundenbetreuung widmen. Bei den UK Rail Industry Awards letzte Woche wurde das System als Finalist in der Kategorie „Passenger Safety“ geführt.

Dank unseres unermüdlichen Innovationsstrebens können wir den Schienennetzbetreibern und Bahngesellschaften helfen, den schwierigsten Problemen der Branche Herr zu werden. 

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: http://business.panasonic.co.uk/solutions/trespass-warning-system

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