• Entfesselter Klang mit Sound Unbound im Barbican Centre

Entfesselter Klang mit Sound Unbound im Barbican Centre

Sound Unbound ist ein Wochenend-Festival im Londoner Barbican Centre, bei dem klassische Musik aus ihrem traditionellen Umfeld befreit wird. Das Publikum hat die Möglichkeit, sich im Rahmen kurzer Vorführungen mit der Musik auseinanderzusetzen, sich an den Diskussionen über das Genre zu beteiligen, einen Tweet direkt aus dem Konzertsaal zu senden oder sich die ganze Nacht über klassischer Musik hinzugeben.

Das Festival ist ein Gemeinschaftsprojekt des Barbican Centre und seiner künstlerischen Partner, dem London Symphony Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, der Britten Sinfonia, der Academy of Ancient Music und der Guildhall School of Music & Drama. Es umfasst mehr als 64 Schnupperkonzerte an einem einzigen Wochenende. Dabei wird klassische Musik von etablierten Künstlern und Nachwuchsstars in modernem Gewand dargeboten. Die Musiker werden aufgrund ihrer Begeisterung für einen engen Kontakt mit dem Publikum ausgewählt.

Das Barbican Classical Weekender gibt dem interessierten Publikum die Möglichkeit, klassische Musik auf andere Art zu erfahren und dabei eine bisher noch nicht dagewesene Musikvielfalt in einem betont informellen Rahmen zu erleben.

„Wir möchten Menschen erreichen, die nicht unbedingt britische Klassiksender wie Classic FM oder Radio 3 hören“, so Mark Bloxsidge, Technical Manager am Barbican Centre. „Wir wollen gerade beim jüngeren Publikum Interesse an klassischer Musik wecken. Deshalb haben wir versucht, eine lockerere Atmosphäre zu schaffen, als dies bei traditionellen klassischen Konzerten der Fall ist. So bieten wir kürzere Konzerte mit abwechslungsreichem Programm und zu sehr erschwinglichen Preisen an.

Wir bieten ein breites Spektrum an Inhalten – von Orgelkonzerten in St. Giles, über Filmvorführungen und Konzerte des London Symphony Orchestra und des BBC Symphony Orchestra, die alle Epochen vom Mittelalter bis zur Moderne umfassen, sowie alles von Klassikern bis zu Premieren.“

Insgesamt vier AW-HE130 Remote-Kameras von Panasonic sorgen für die Übertragung aus dem großen Konzertsaal. Eine Kamera ist an einer Scheinwerferschiene gegenüber der Bühne befestigt, eine zweite am Proszeniumbogen seitlich der Bühne. Zwei weitere Kameras befinden sich auf Stativen montiert auf der Bühne, so dass sie zwischen den Auftritten umgesetzt werden konnten, um so stets alle Details optimal zu erfassen.  

Die hochpräzise Kamera ist mit drei neu entwickelten 1/2.86-Typ-MOS-Sensoren ausgestattet, was für qualitativ hochwertige Aufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen sorgt.

Die Aufnahme wird von zwei Panasonic Projektoren mit 10.000 Lumen auf vier Meter große Projektionsflächen projiziert. Zwei weitere Projektoren sind zur Übertragung der unterschiedlichen Veranstaltungen im gesamten Barbican Centre angemietet worden.

Mark Bloxsidge, Technical Manager am Barbican Centre: „Wir sind Panasonic für die Unterstützung der Veranstaltung durch die Kameraausrüstung sehr dankbar. Das Festival hat dadurch definitiv gewonnen.“

„Viele der Teilnehmer sind Festivals und Popkonzerte gewöhnt, bei denen das Publikum durch riesige Projektionsflächen näher am Geschehen ist. Daher erwarten dies die Konzertbesucher auch hier. Mit Sound Unbound wollen wir die klassische Musik einem breiteren Publikum zugänglich machen. Schließlich ist es nichts anderes als die Popmusik von damals.“

Nahaufnahmen von den Musikern und die Begleitung des Dirigenten bei der Anleitung seines Orchesters werden gestochen scharf in HD übertragen. Die Aufnahmen wird sowohl ins Auditorium als auch ins Foyer übertragen, wo die Besucher die Veranstaltung kostenlos mitverfolgen oder dem Konzert lauschen können, bevor sie an anderen Veranstaltungen von Sound Unbound während des Weekenders teilnehmen.

Einfache Bedienung

Es sind insgesamt nur drei Mitarbeiter notwendig, um das gesamte Studiosystem von Panasonic hinter den Kulissen zu bedienen. Zwei Mitarbeiter des Barbican Centre – Martin Shaw, Technical Supervisor, und Jack Jordan, Techniker – sind jeweils mit einer AW-RP120 Kamera-Steuerung ausgerüstet und bedienten jeweils zwei Kameras.

Jeremy Garside, Head of Technology des London Symphony Orchestra, ist der Regisseur des Festivals und verwendete einen AW-HS50 Bildmischer. Als Musiker kann er den Partituren folgen und die Kameras so steuern, dass sie von einer Instrumentengruppe des Orchesters zur nächsten schalteten.

„Die Regie der Kameraführung bei einem Rockkonzert ist relativ einfach, da die Bandmitglieder normalerweise alle gleichzeitig spielen“, fügt Mark Bloxsidge hinzu. „Doch bei klassischen Stücken kann es vorkommen, dass ganze Instrumentengruppen des Orchesters fünf Minuten lang keinen Ton spielen. Wir müssen daher wissen, wann die unterschiedlichen Instrumente zum Einsatz kommen und die Kamerabewegung entsprechend vorwegnehmen. Die MultiViewer-Funktion des leistungsstarken Bildmischers AW-HS50 ist großartig. Uns hat überrascht, dass dieses kleine Gerät genau das lieferte, was wir benötigen.“

„Wir verwenden die AW-RP120 Kamera-Steuerung, damit wir mithilfe der Voreinstellungen die Aufnahmepositionen vor der Veranstaltung vorbereiten können. Unsere Bediener bereiten die Aufnahme der Streichergruppe, der Blechbläser und so weiter vor. So sind sie in der Lage, auf Knopfdruck und bei Bedarf die Aufnahmeposition während des Konzerts zu wechseln.“

„Am meisten hat mich beeindruckt, dass es unseren Technikern möglich ist, mit einer einzigen Steuerung sehr schnell zwei Kameras zu bedienen – und zwar ohne vorherige Erfahrung mit dem Gerät. Dies spricht Bände über die Benutzerfreundlichkeit der Steuerungen.“

Geräuschlose Umgebung

Auch die Geräuschentwicklung ist ein wichtiger Faktor, der beim Einsatz eines Systems im Barbican Centre berücksichtigt werden muss. Das Kulturzentrum setzt noch immer sein so genanntes BTV ein, das bereits in den frühen 2000er-Jahren installiert wurde und SD-Kameras mit PTZ-System von Panasonic umfasst. Ursprünglich war das System im Rahmen eines Joint Ventures mit der BBC installiert worden. Allerdings kann es aufgrund der Kameraauflösung für Fernsehübertragungen nicht mehr verwendet werden.

„Alle bestehenden Anlagen verfügen über Lüfter, was uns schon in der Vergangenheit Kopfzerbrechen bereitete, da klassische Musik nicht verstärkt wird und oft sehr leise Passagen beinhaltet. Wir waren daher begeistert, als wir während einer ausgedehnten Erprobungsphase während des Wochenendes feststellten, dass die AWHE130 Remote-Kameras keine wahrnehmbaren Lüftergeräusche oder mechanische Geräusche verursachen“, so Mark Bloxsidge.