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Ungeschützte Streams von Überwachungskameras bergen große Gefahren für Unternehmen

Immer mehr Überwachungskameras in teilweise sensiblen Unternehmensbereichen sind online erreichbar. Ein aktuelles Whitepaper von Panasonic untersucht die Einstellung von Verantwortlichen gegenüber Netzwerksicherheit von Überwachungssystemen und benennt erforderliche Änderungen.

Das Panasonic Whitepaper „Warum wir Sicherheit im Videonetz mehr beachten sollten”* zeigt auf, dass Überwachungskameras indirekt sehr wichtige Informationen über Orte und Organisationen preisgeben können. Um diese Informationen abzurufen, muss niemand in der Nähe der Kamera sein – der Informationsdiebstahl ist via Internet möglich.

Dabei handelt es sich um Daten wie beispielsweise wann Personen das Gebäude verlassen und welche Bereiche nicht überwacht werden. Einige Kameras zeichnen auch die Eingabe von Passwörtern und Tür-Codes auf und erleichtern damit unbefugtes Eindringen. 

Die Gefahr eines solchen Informationsdiebstahls geht nicht nur von anonymen Hackern aus. Auch frustrierte oder entlassene Angestellte, Kunden, Zulieferer oder Mitbewerber könnten von diesen vertraulichen Informationen profitieren.  

Professionelle IT-Netzwerke sind immer mit Sicherheitsmaßnahmen geschützt. Bei Überwachungskamerasystemen trifft das leider oft nicht zu. Oft ist das Sicherheitslevel ungenügend oder ein Schutz fehlt komplett. Das erzeugt eine große Sicherheitslücke bei ansonsten gut geschützten Organisationen.

Beispielsweise werden bei geschätzt mehr als 60 % aller Überwachungskameras die Standardpasswörter nicht geändert. Dadurch sind sie sehr einfach zu manipulieren.

Die heutigen IP-basierten Überwachungskameras, die ein Betriebssystem haben und an IT-Netzwerke angebunden sind, stellen – wenn ungeschützt – ein potenzielles Einfallstor dar, über das auf andere Netzwerkteile zugegriffen und sogar die Kontrolle übernommen werden kann.

Das Sicherheitsrisiko erstreckt sich auch auf das Videomaterial, dass die Überwachungskameras aufzeichnen. Unautorisierter Zugriff auf Netzwerk-Videorekorder ermöglicht die Manipulation des Videomaterials. Solche Eingriffe bleiben oft unbemerkt, weil zwar das Beweismaterial manipuliert wurde, das System aber weiterhin normal funktioniert.

„Aufgrund ihrer Aufgaben werden Überwachungskameras oft in sensiblen Bereichen installiert“, sagt Gerard Figols, European Product Marketing Manager bei Panasonic Security. „Unautorisierter Zugriff auf das Videomaterial liefert Unbefugten viele kritische Informationen über eine Organisation. Wenn Ereignisse von Überwachungskameras aufgezeichnet werden, müssen Betreiber sicherstellen, dass die Beweise sicher aufgezeichnet werden. Darauf wollen wir die Branche aufmerksam machen.“

Panasonic hat bereits auf der IFSEC 2016 sein Secure Communication System und ein neues Überwachungssystem mit Ende-zu-Ende Cybersicherheit vorgestellt. Die sichere Plattform und das Paket an Datenschutzelementen eignen sich für IP-Überwachungskamerasysteme von Panasonic und schützen vor Videomanipulation, Verschleierung und Spionage. Die Beweiskraft von Aufnahmen ist zudem durch Gerätezertifikate von Symantec Managed PKI mit Verschlüsselungstechnologie und weiterer Technologie sichergestellt, die Änderungen erkennt und aufdeckt. 

„Wenn Betreiber sich bei der Einrichtung die Zeit für so simple Maßnahmen wie Änderung des Standardpassworts, Software Updates oder Erstellen von Backups nehmen, sind zumindest die Basics abgedeckt“, ergänzt Figols. „Überwachungskamerasysteme erfüllen dann wahrscheinlich ihren Zweck. Allerdings besteht weiterhin ein Risiko von unautorisierten Zugriffen. Deshalb sollten Betreiber das komplette Videomaterial verschlüsseln und alle Geräte vor Manipulationen schützen – die Technologie dazu existiert bereits.“

* Das Whitepaper steht hier zum Download bereit: http://business.panasonic.de/sicherheitslosungen/sites/default/nfsfiles/security-solutions/technical_downloads/Warum%20wir%20Sicherheit%20im%20Videonetz%20mehr%20beachten%20sollten_final.pdf