Innovation mal anders

Kontinuierliche Verbesserung, Kaizen, Kata und Six Sigma – all das sind bekannte Konzepte. Tatsächlich arbeiten die meisten der großen Player in der europäischen Logistik- und Transportbranche mit Spezialisten, die diese Methoden über die gesamte Prozesskette hinweg anwenden.

Warum brauchen wir also auch Gemba Process Innovation (GPI)? Das ist doch sicherlich nur ein weiteres Hilfsmittel aus japanischer Feder, um die Effizienz der Prozesse zu steigern – oder? Die Antwort ist ein klares Nein. Zwar gibt es Gemeinsamkeiten mit den zuvor genannten Ansätzen, aber dennoch sind sie grundverschieden.

Technologie macht den Unterschied.

Zunächst einmal haben viele dieser Ansätze ihren Ursprung in der Fertigung. Panasonic kann mit mehr als 100 Jahren Erfahrung in der Fertigung glänzen. Aber wir sind auch ein Technologieunternehmen und können auf eine lange Liste erfolgreicher Innovationen zurückblicken. Viele davon, wie Videoüberwachung und Sensortechnik, setzen wir wirksam ein, um wertvolle Daten aus Arbeitsabläufen, Prozessen und Verhalten der Angestellten unserer Kunden zu erfassen und auszuwerten.

Zudem wird GPI genau dort ausgeführt, wo die Abläufe auch stattfinden – und nicht  vom Schreibtisch aus. Anders formuliert: Es wird „am Ort des Geschehens“ angewandt. Und genau das bedeutet „Gemba“ auf Japanisch – sei es ein Betriebshof, ein Lager oder eine Produktionsstätte. Wir erstellen Modelle und nutzen die gesammelten Daten, um Szenarien zu entwickeln. Das erste Szenario spiegelt existierende Prozesse und Arbeitsmethoden wider. Dann erforschen wir, wie Veränderungen herbeigeführt werden können und welche Lösungen Verbesserungen bewirken könnten. Auch hier kommen unsere hauseigenen Technologien zum Einsatz.  Zum Beispiel verwenden wir ein KI-System, um die Auswirkung möglicher Änderungen zu berechnen. Anschließend stellen wir die Ergebnisse unseren Kunden vor.

 

 

GPI in Aktion

Stellen Sie sich vor: Sie glauben, es gibt Verbesserungspotenzial, um die Effizienz in Ihrem Lagerhaus zu steigern, aber Sie sind sich einfach nicht sicher, wie genau Sie das bewerkstelligen können. Ein größeres Logistik-Unternehmen kam mit genau dieser Fragestellung auf uns zu Wir schlugen vor, Sensoren und Kameras zu installieren. So konnten wir die Bewegungen von Angestellten und Gabelstaplern verfolgen und auswerten. Auf Grundlage dieser Informationen haben wir ein genaues Modell für die Arbeitsabläufe entwickelt. Außerdem haben wir verschiedene Szenarien vorgeschlagen, um die benannten Pain Points zu vermeiden. Das umfasste Lösungen von Panasonic und Änderungen an der Gestaltung des Lagerhauses und am Warenfluss.

In einem anderen Fall waren wir am Standort eines Kunden, um herauszufinden,  welche Vorteile die Installation unseres Visual Sort Assist (VSA)-Systems bieten könnte. Wir stellten fest, dass die Herausforderung des Kunden darin bestand, einen akkuraten, auf die Minute genauen Überblick über die Fahrzeuge im Ladebereich zu behalten. Und je schneller der Manager eines Betriebshofs weiß, wann ein Lkw abfahrbereit ist, desto besser. An diesem Standort wird per Telefon kommuniziert. Zuständig ist ein Mitarbeiter, dessen Aufgabe es ist, zu Fuß durch den Ladebereich zu patrouillieren und nacheinander jeden einzelnen Lkw zu überprüfen. Das führte zu Verzögerungen, denn obwohl die Fahrzeuge abfahrbereit waren, wurde der Manager nicht sofort darüber informiert. Um diesen Prozess zu beschleunigen, haben wir eine Lösung vorgeschlagen, mit der die Lkw überwacht werden und die Ladegeschwindigkeit identifiziert wird. So kann abgeschätzt werden, wann ein Lkw fertig beladen ist. Wenn die Lösung komplett implementiert ist, werden diese Daten automatisch an das Transport-Managementsystem übermittelt. Der Manager des Betriebshofs behält so stets den Überblick. Außerdem können Information wie die voraussichtliche Ankunftszeit und die Lkw-Ladung dem Betriebshof am Zielort übermittelt werden. So können die nötigen Mitarbeiter dort frühzeitig eingeteilt werden.

Wir verkaufen nicht nur Produkte

Die beste Lösung basiert nicht immer auf Technologie. Um beispielsweise einem Kunden die Wahl einer Lösung zu vereinfachen, haben wir uns detailliert mit der Position und den Bewegungen von Mitarbeitern auseinandergesetzt. So haben wir festgestellt, dass durch die Erhöhung eines Förderbands die Arbeit schneller und leichter vonstatten ging. Das zeigt, dass selbst kleine Anpassungen von repetitiven Handlungen eine spürbare Verbesserung herbeiführen können – und einen gesteigerten Return On Investment zur Folge haben.

Unser Ziel ist es nicht, einfach Produkte zu verkaufen oder Technologien anzuwenden, die nicht zu den Prozessen oder dem Arbeitsumfeld des Kunden passen. Wir streben langfristige Partnerschaften an und wollen unseren Kunden zu mehr Agilität und Effizienz verhelfen – mithilfe von maßgeschneiderten Lösungen.

Um mehr über die Gemba Process Innovation zu erfahren und wie Sie Ihr Unternehmen bereichern kann, besuchen Sie unsere Website. Wenn Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne.