Die Bedeutung von KI bei in der Videoanalyse – jetzt und in Zukunft

Autor: Wanda Nijholt

In den vergangenen Wochen ging es in Kundengesprächen immer wieder um die Frage, wie Unternehmen mithilfe von Technologie bestmöglich auf die pandemiebedingten Veränderungen reagieren können. Da sich zugleich die geltenden Sicherheitsbestimmungen regelmäßig weiterentwickeln, erfordern eingesetzte Lösungen ein hohes Maß an Flexibilität. Hinzu kommt natürlich, dass sich Investitionen bezahlt machen müssen – auch nach der Pandemie.

Da viele Kunden mich gezielt auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Videoanalyse und ihren Nutzen in der aktuellen Situation angesprochen haben, möchte ich das Thema in diesem Beitrag genauer beleuchten.

Was ist KI?

KI-Elemente haben bereits in vielen Lebensbereichen Einzug gehalten. Bei der Interaktion mit einem Chatbot sorgt KI beispielsweise für ein natürlicheres Nutzererlebnis und übernimmt Routineaufgaben wie die Beantwortung häufig gestellter Fragen, die Vereinbarung von Terminen oder Bestellvorgänge. Haben Sie sich eine Serie auf Netflix angesehen, sammelt KI Informationen über Ihre Vorlieben und erstellt eine individuelle Liste mit Empfehlungen. Wenn Sie für eine dringend benötigte Wegbeschreibung auf Google Maps zurückgreifen, schlägt Ihnen KI die schnellste Route vor. Und dies sind nur einige Beispiele.

Doch obwohl sie allgegenwärtig ist, wissen viele Menschen nicht, was sich genau dahinter verbirgt. Vereinfacht gesagt bezeichnet der Begriff KI, also künstliche Intelligenz, Maschinen, die menschliche Denkprozesse imitieren, wie zum Beispiel die Problemlösung. Diese Maschinen sind „lernfähig“, reagieren auf Veränderungen und führen spezifische und sogar sehr komplexe Aufgaben durch.

Anhand eines gängigen Beispiels lässt sich dieser Vorgang veranschaulichen: Eine Maschine soll lernen, eine Katze zu erkennen. Dazu wird sie mit Unmengen an Daten gefüttert, in diesem Fall Katzenfotos. Die Software analysiert diese Daten und identifiziert Zusammenhänge sowie wiederkehrende Muster, z. B. Schnurrhaare, spitze Ohren und Fellschwänze. Auf Basis dieser „Erfahrungen“ ist die Maschine anschließend in der Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und eine Katze von einem Fußball (keine Ohren) oder einem Auto (kein Fell) zu unterscheiden.

KI bei Videoanalysen

In der Videoanalyse kommt meist ein bestimmter Teilbereich der KI zum Einsatz, das sogenannte Deep Learning. Mithilfe einer vielschichtigen Algorithmusstruktur wird dabei die Funktionsweise eines menschlichen Gehirns nachempfunden. Diese Struktur bezeichnen wir als künstliches neuronales Netzwerk (KNN). Wichtiger als die terminologischen Feinheiten ist allerdings die präzise und eigenständige Arbeitsweise von Deep Learning: Es kann sich selbst korrigieren und seine Leistung optimieren – ganz ohne menschliche Unterstützung.

Im Vergleich zu Standard-Analyselösungen sind Kameras mit integrierter KI-Funktionalität also deutlich leistungsstärker und liefern bessere Ergebnisse. Zusätzlich zu der ohnehin schon umfassenden Funktionalität und dem Höchstmaß an Flexibilität können mithilfe eines Software Development Kits noch zusätzliche Anwendungen für die Kameras entwickelt werden, und somit die Anpassung an zahllose spezifische und sich ändernde Anforderungen erfüllen.

Zurück zu COVID-19

In der aktuellen Situation kann so eine Kamera dazu dienen, Menschen zu erkennen, die beim Einkaufen, im Nahverkehr oder bei der Arbeit keine Gesichtsmaske tragen. Oder aber Situationen , in denen sich Personen nicht an die Abstandsregeln halten, und feststellen, wo gerade ein hohes Menschenaufkommen zu Überlastung führt. Mithilfe dieser Technologie können Sie unter anderem ermitteln, wie viele Menschen gerade vor einem Eingang stehen, wie groß eine Menschenmenge oder wie lang eine Warteschlange ist. Darüber hinaus können Sie Grenzwerte festlegen und deren Einhaltung per Kamera überwachen. Werden sie überschritten, werden Alarmmeldungen versendet – es gibt immer wieder Menschen, die sich nicht an die Regeln halten. Doch mithilfe von Technologie schaffen Sie eine sichere Umgebung für Ihre Kunden und Angestellten, die sich auf die Umsetzung der Schutzmaßnahmen verlassen können.

Flexibel und zukunftsfähig

Die Einsatzmöglichkeiten für eine KI-basierte Videoanalyse sind vielfältig und reichen vom Einzelhandel über die Lagerverwaltung und Logistik bis hin zu Flughäfen und Regierungseinrichtungen. Die hierfür eingesetzten Kameras unterstützen mehrere Anwendungen gleichzeitig, sind aber nicht auf diese beschränkt, sondern können beliebig angepasst werden.

Wenn die pandemiebedingten Regeln (hoffentlich) irgendwann überflüssig werden, wird es Zeit für die Entwicklung neuer Anwendungen. Vielleicht möchte ein Unternehmen schneller über entnommene Artikel informiert werden, um beispielsweise Ladendiebstahl vorzubeugen. Oder es möchte per Video erkennen, wenn etwas verschüttet wurde oder eine Person gestützt ist und Hilfe benötigt. Vielleicht gilt es aber auch, ein spitzohriges Tier mit buschigem Schwanz ausfindig zu machen, das sich heimlich, still und leise in den Laden geschlichen hat. Die Möglichkeiten sind schier unendlich.

Wenn Sie mehr zum Thema KI in der Videoanalyse erfahren möchten, besuchen Sie unsere Website oder kontaktieren Sie uns.