Manager des Verbrauchermarkts der nächsten Generation: Was ich bisher erlebt habe

Autor – Sean Taylor, Business Development Manager, Panasonic UK

Meine letzten zwei Blogs handelten davon, weshalb Panasonic mit FamilyMart seinen eigenen Verbrauchermarkt eröffnet hat.  In der Zwischenzeit hatte ich die Möglichkeit, mit zwei meiner japanischen Kollegen zu sprechen, die in dieses Projekt stark eingebunden sind.  Dabei entstand eine interessante Diskussion über den Werdegang des Projektes bis zu seiner Umsetzung – die Herausforderungen, Ergebnisse und die Zukunft. 

Meine Gesprächspartner waren Herr Takuya Miyashita, Präsident des Geschäftsbereichs, der dieses Projekt leitet, und Herr Suguru Fujita, der Leiter des Verbrauchermarkts.

 

Herr Takuya Miyashita, President of Store Business Solutions Company (Panasonic) und Herr Suguru Fujita, Marktleiter FamilyMart Saedo (Panasonic)

Neue Herausforderungen

Herr Fujita leitet den FamilyMart Saedo, der als Schaubild für die Realisierung des Verbrauchermarktes der nächsten Generation dient. Für den Mitarbeiter von Panasonic ist dies die erste Erfahrungl in einem Lebensmittelgeschäft. Er erzählte mir, dass im Laden kein Arbeitstag dem anderen gleicht.

„Vor der Eröffnung des Ladens nahm ich an einer Schulungsmaßnahme teil (On-the-Job-Training).  Ich lernte grundlegende Basics über die Ladenführung, wie Bestandsauffüllung und Kundenservice in einem realen Geschäft. Im realen Leben jedoch stets sofortiges Handeln gefragt. Die Mitarbeiter und ich reagieren eigentlich jeden Tag spontan auf Gegebenheiten, um den besten Management-Ansatz zu finden.” (Herr Fujita)

Er fügt hinzu, dass der Bestellprozess derzeit die größte Herausforderung darstellt.

Ein Laden mit zwei drei Jahren Erfahrung kann die Bestellmenge pro Artikel ermitteln, indem er sich auf historische Verkaufszahlen und Erfahrungswerte stützt. Bei einem neuen Laden ist das etwas schwieriger. Die Nachfrageprognose und das Verkaufsergebnis liegen nicht selten weit auseinander; wir implementieren gemeinsam mit den Mitarbeitern also einen Prozess des Ausprobierens. Wir wägen für jeden Einzelfall Gegenmaßnahmen ab. Dadurch bauen wir unsere Erfahrung und unser Wissen aus.” (Herr Fujita)

Verbraucher sind von der neuen Lösung überzeugt

„Der mobile Bestellungs- und Lieferungsservice spricht unsere Kunden besonders an. Derzeit werden bestellte Artikel an einen Eingang des Panasonic Bürogebäudes geliefert (der Service ist Panasonic Mitarbeitern vorbehalten). Das Feedback der Kunden zeigt uns, dass dieser komfortable Service sehr gut ankommt. Vor allem an regnerischen Tagen ist er sehr nützlich, um das Haus nicht verlassen zu müssen.” (Herr Fujita) Tatsächlich ist die Anzahl der eingehenden Bestellungen an regnerischen Tagen 1,5-mal so hoch.

Ein weiterer sehr beliebter Service ist unsere Essenstheke.  An Wochentagen nutzen viele Autofahrer die Einrichtung, um eine kurze Pause zu machen. An den Wochenenden kommen Familien mit Kindern. Durch IoT Data Intelligence analysieren wir diese Umgebung, um ihre Auswirkungen auf den Umsatz zu verstehen. Parallel dazu konzentrieren wir uns mithilfe der gesammelten Daten darauf, ein gemütlicheres Umfeld zu schaffen.

Mitarbeiter sehen die Vorteile von ERK

Wenn Mitarbeiter um Feedback zu den Lösungen im Laden gebeten werden, schneidet die Elektronische Regalkennzeichnung (ERK) besonders gut ab. „Papieretiketten müssen vom Personal wöchentlich zugeschnitten und aktualisiert werden, nachdem sie von der Zentrale übermittelt wurden. ERK erleichtert diese Arbeitslast beträchtlich. Sie hilft dabei, Ressourcen zu schonen.” (Herr Fujita)

Was bringt die Zukunft?

Derzeit steht Herr Fujita zunehmend vor der Herausforderung effektiver Personalführung. „Im ersten Monat nach der Eröffnung hatte ich Schwierigkeiten, selbst grundlegende Maßnahmen im Laden durchzuführen. Im zweiten Monat hatte ich mich an die Situation gewöhnt und sehe nun einige Schwierigkeiten beim Personalmanagement – insbesondere bei der Erstellung von Schichtplänen und der Schulung des Personals. Der Ruf des Ladens hebt sich durch die Kollaboration von anderen ab; wir erhalten für freie Stellen mehr Bewerbungen als andere Verbrauchermärkte. Obwohl unsere Öffnungszeiten von 6 bis 23 Uhr begrenzt sind, ist es manchmal schwierig, genügend Ressourcen für die Frühschicht zu sichern. In anderen Märkten, die rund um die Uhr geöffnet haben, ist diese Ressourcenknappheit ein noch größeres Problem. Ich bin ein Freund von arbeitssparenden Lösungen und davon überzeugt, dass Lösungen von Panasonic auch in anderen Läden ihren Mehrwert leisten könnten.” (Herr Fujita)

„Unser Ziel ist, in diesem Laden erprobte Lösungen, auf alle anderen FamilyMart-Filialen auszuweiten. Um das zu erreichen, werden für jede Lösung Entwicklungspläne erstellt und kontinuierlich durch den PDCA-Zyklus verbessert. Für eine schnelle Umsetzung wird das, was bereits aus anderen Filialen bekannt ist, getestet und zusätzlich werden neue Bereiche identifiziert, die verbessert werden können.” (Herr Miyashita)

FamilyMart möchte unsere Lösungen auch in seinen übrigen Filialen implementieren.

Durch die Umsetzung in einer natürlichen Umgebung konnten wir unsere Kenntnisse und Expertise erweitern und das Format der nächsten Generation von Verbrauchermärkten weiterverfolgen. Für die nicht allzu ferne Zukunft wünschen wir uns, dass dieses Format zum Standard für Verbrauchermärkte wird.

Nehmen Sie für weitere Informationen über unsere Lösungen im Verbrauchermarkt gerne mit uns Kontakt auf. Alternativ können Sie unsere Website besuchen.