Shopping in Zeiten von Corona: ein ganz anderes Paar Schuhe

Author: Rachel Hinde-Harris

Hätten Sie mir im Februar erzählt, dass ich monatelang nicht durch die Geschäfte bummeln kann, hätte ich Ihnen niemals geglaubt. Doch dann kam Corona und mit ihm der Lockdown. Seither war ich noch in keinem einzigen Geschäft.

Jetzt werden die Beschränkungen immer weiter gelockert und die Innenstädte erwachen aus ihrem Tiefschlaf. Und doch ist nichts wie zuvor.

Kunden sind besorgt und zurückhaltend

Jetzt da immer mehr Beschränkungen aufgehoben werden, frage ich mich wie Andere Shopping in Zeiten der Corona-Krise empfinden.

Um herauszufinden, wie meine Kolleginnen und Kollegen bei Panasonic in Großbritannien und ganz Europa darüber denken, habe ich eine anonyme Umfrage entwickelt. 76 Personen haben daran teilgenommen und hatten einiges zu erzählen.

Immer wieder begegneten mir dabei die Wörter ängstlich, vorsichtig, besorgt und überfordert. Obwohl mit 84 % der Teilnehmer die große Mehrheit auch während des Lockdowns ein Ladengeschäft betreten hatte, planten nur 69 % in naher Zukunft den Besuch eines Geschäfts, das keine Produkte des täglichen Bedarfs anbietet. Das bedeutet jedoch: Knapp 31 % planen einen solchen Besuch nicht – ein Tiefschlag für den Einzelhandel.

Die Umsetzung von Hygienemaßnahmen, z. B. das Desinfizieren von Oberflächen durch Mitarbeiter oder die Überwachung der Anzahl an Kunden im Geschäft, konnte einige Bedenken zerstreuen. Sahen die Umfrageteilnehmer jedoch viele Menschen ohne Gesichtsbedeckung, fühlten Sie sich oft unwohl.

Viele gaben an, volle Geschäfte und lange Warteschlangen zu meiden. Außerdem bekräftigten sie ihren Wunsch nach diversen Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere nach Desinfektionsmittelspendern (77 %), Einlassregelungen (76%), Kapazitätsbeschränkungen (73 %) und Markierungen für das Einhalten des Mindestabstands (72 %). Sogenannte „Einbahnstraßensysteme“ hielten jedoch nur 57 % für wichtig.

Einzelhandel muss schnell auf Veränderungen reagieren

Carla Buzasi von WGSN betonte erst kürzlich in einer virtuellen Podiumsdiskussion der Retail Week, dass die Pandemie als Katalysator für Veränderungen wirkt, sie sich jedoch schon länger abzeichnen. Was wir eigentlich erst in zwei oder drei Jahren erwartet hatten, geschieht schon jetzt. Diesen Eindruck bestätigt auch meine Umfrage: Ganze 78 % der Teilnehmer gaben an, ihr Einkaufsverhalten ändern zu wollen. Sie berichteten, dass sie vermehrt online einkaufen und sich die Einkäufe nach Hause liefern lassen. Viele kaufen sogar ausschließlich im Internet ein. Auch die sogenannten „Click-and-Collect“-Services erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Wie können also Einzelhändler ihre Ladengeschäfte profitabel betreiben und sich gleichzeitig an die Vorgaben der Regierung halten?

Und wie können wir Technologie einsetzen, um Einzelhändler zu entlasten, Kunden ein positives Einkaufserlebnis zu ermöglichen und alle Beteiligten optimal zu schützen?

Mit den richtigen Tools die Corona-Regelungen umsetzen

Einzelhändler können mithilfe von Systemen zur Überwachung der Ladenkapazität nachvollziehen wie Mitarbeiter und Kunden die Ladenfläche nutzen. Diese Erkenntnisse dienen bei Bedarf als Grundlage für eine Überarbeitung des Laden-Layouts, damit möglichst viele Kunden unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen einkaufen können. Zusätzlich kann die Kundenanalyse bei der Identifizierung von Bewegungsmustern und Hotspots helfen und so eine bessere Steuerung der Kundenströme in den Geschäften und der Warteschlangen an den Eingängen ermöglichen. Im Zuge des Einlassmanagements können Displays anzeigen wie viele Kunden sich gerade im Laden befinden und ob der nächste Kunde eintreten kann. Das sorgt nicht nur für ein beruhigendes Gefühl beim Kunden, sondern ermöglicht es auch den Mitarbeitern, sich auf den Kundenservice zu konzentrieren.

Lösungen zur Bestandsüberwachung helfen bei der Vermeidung leerer Regale, die Kunden verärgern oder beunruhigen und so zu Umsatzverlusten führen können. In Kombination mit elektronischen Regaletiketten (ESL) können Einzelhändler diverse Aufgaben automatisieren und Mitarbeiter entlasten. Die ESL ermöglichen außerdem eine gezielte (digitale) Interaktion mit den Kunden über individuelle und anpassbare Nachrichten, wie zum Beispiel kurze Erinnerungen an den Mindestabstand.

Positive Erkenntnisse

Es gibt also zahlreiche Maßnahmen, die Einzelhändler ergreifen können. Doch auch die Kunden können einen Beitrag leisten: Auch wenn sich vieles unserer Kontrolle entzieht (z. B. ob der Kunde, der uns da gerade viel zu nahe kommt, seine Maske richtig trägt – oder überhaupt eine Maske trägt), so berichtet doch die große Mehrheit der Umfrageteilnehmer, dass sie selbst Verantwortung übernehmen und eine Maske tragen (74 %) oder Desinfektionsmittel griffbereit haben (81 %).

Und es gibt bei aller Zurückhaltung auch einen Lichtblick: Trotz ihrer Vorbehalte und ihrer Weigerung, bestimmte Geschäfte zu besuchen, glauben fast 82 %, dass sie früher oder später zur Normalität zurückkehren können.

Auch wenn wir also noch mit allerlei Unsicherheiten zu kämpfen haben, so blicken wir doch auch optimistisch in die Zukunft.

Wenn Sie mehr über die Technologien erfahren möchten, die Einzelhändler in Zeiten von Corona unterstützen können, besuchen Sie unsere Website oder kontaktieren Sie uns.