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LSO UND PANASONIC: HIER SPIELT DIE MUSIK

Mithilfe von Panasonic 4K-PTZ-Kameras kann das LSO auch in Pandemiezeiten auftreten

Bei der Orchester-Aufnahme im LSO St Luke’s profitierten wir von einem deutlich verbesserten System, das uns zusätzliche kreative Möglichkeiten eröffnete, an die bis dato nie zu denken gewesen wäre.

Peter Mycroft, Technical Manager im LSO St Luke’s

Herausforderung

Technische Ausstattung einer umgestalteten Kirche, um die Auftritte des London Symphony Orchestra aufzuzeichnen und zu streamen.

Lösung

Sieben Panasonic AW-UE150 PTZ-Kameras, unterstützt von drei bestehenden integrierten Panasonic AW-HE120 HD-Kameras und einer Panasonic AW-RP120 Remote-Kamerasteuereinheit.


Als das London Symphony Orchestra pandemiebedingt nicht mehr im berühmten Barbican Centre auftreten durfte, musste schnell eine Alternative her. Also wurde das LSO St Luke’s – die Heimat des Gemeinschaftsprojekts LSO Discovery für musikalische Bildung – mit einem Kamerasystem ausgestattet, um die Auftritte des Orchesters für sein Publikum digital aufzeichnen zu können.

Sowohl im Barbican Centre als auch im LSO St Luke’s hatte das Orchester bereits gute Erfahrung mit Panasonic Kameras gemacht.

„Im LSO St Luke’s war ein fünf Jahre altes Panasonic PTZ-Kamerasystem installiert, das sich gut für Kammermusik-Konzerte eignete, zum Beispiel Streichquartette, Pianotrios und Blechbläserquintette“, erklärt Peter Mycroft, Technical Manager im LSO St Luke’s. „Aber es wurde schnell klar, dass wir für die Aufnahme des gesamten Orchesters ein moderneres System bräuchten.“

LSO St Luke’s befindet sich in einer wunderschön umgestalteten Kirche in der Londoner Old Street. Das Gebäude bot gerade so viel Platz, dass das gesamte Orchester die Abstandsregeln einhalten konnte. Dies bedeutete allerdings, dass die Kameras anders installiert und um die Musikerinnen und Musiker herum positioniert werden mussten.

Das System besteht aus sieben AW-UE150-Kameras, dem Spitzenmodell der professionellen PTZ-Kameraserie von Panasonic. Mit einem großen 1-Typ-MOS-Sensor unterstützt die PTZ-Kamera eine hohe Videoqualität (4K 50p) bei gleichzeitigem 4K/HD-Betrieb. Sie verfügt über einen Bildwinkel von 75,1 Grad, 20-fachen optischen Zoom und vielseitige Ausgabeoptionen von 12G-SDI und HDMI bis hin zu Glasfaser und IP.

Die Kameras sind per Glasfasermodul miteinander vernetzt, wobei eine Leitung frei bleibt, um bei Bedarf eine zusätzliche Kamera zu integrieren oder die Verbindung zu einem Gerät außerhalb des Übertragungsorts herzustellen.

Die Audioqualität ist für das Orchester natürlich von entscheidender Bedeutung. Daher besteht seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft mit den Audioexperten von Classic Sound. Für die Akustik- und Tonaufnahmen kommen zudem deckenmontierte Mikrofone von Yamaha zum Einsatz.

Eine der Nebenflächen im Keller wurde zur TV-Galerie umgebaut. Die Signale der Glasfaserverbindungen der einzelnen Kameras werden in der Galerie per Blackmagic Design Mini Converter in SDI umgewandelt und anschließend in einen ATEM Production Studio 4K eingespeist. Bis zu drei Personen können die neuen und bestehenden Kameras bedienen und jeweils mehrere Kameras gleichzeitig steuern. Diese Flexibilität ermöglicht dem Team vom LSO St Luke’s, seine Vorstellungen genau an die engen Vorgaben anzupassen.

 


 

Seit der Installation im März 2020 wurde das neue Kamerasystem bereit vielseitig eingesetzt, um zahlreiche Auftritte aufzuzeichnen – vom improvisierten Ad-hoc-Betrieb bis hin zur Übertragung durchdachter Shows mit voreingestellten Kamerabewegungen und gelegentlicher Einbindung von Live-Mischern.

„Damit bei den Orchester-Auftritten ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet werden konnte, durften sich nur wenige zusätzliche Personen im Raum aufhalten“, berichtet Mycroft. „Die Panasonic PTZ-Kameras waren dabei besonders hilfreich, da das Kamera-Bedienpersonal nicht unbedingt am Ort des Geschehens sein musste und das ohne Abstriche in puncto Qualität. Außerdem ließen sich die Kameras unauffällig positionieren und waren extrem leise. Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen lieferten sie überzeugende Ergebnisse und die Bildqualität hat sich deutlich verbessert.“

Mycroft zufolge hätte das Orchester ohne das neue System nicht so viele Auftritte im LSO St Luke’s, dem eigentlichen Proberaum, realisieren können. Er ergänzt: „Bei der Orchester-Aufnahme im LSO St Luke’s profitierten wir von einem deutlich verbesserten System, das uns zusätzliche kreative Möglichkeiten eröffnete, an die bis dato nie zu denken gewesen wäre.“

„Es ist für uns sehr wichtig, dass das Orchester wieder im Barbican Center auftreten und die Musik vor einem echten Live-Publikum vortragen kann. Aber es ist trotzdem sehr schön, dass wir unserem Publikum auch vom LSO St Luke’s aus eine Freude machen konnten.“