Tipps für den AV-gestützten Unterricht in der neuen Normalität

Die Pandemie stellt uns vor immer neue Herausforderungen. So müssen auch Bildungseinrichtungen ihre Unterrichtsgestaltung grundlegend überdenken. Thomas Vertommen, European Product Manager für Projektoren bei Panasonic Visual System Solutions, wirft einen Blick auf einige nützliche Online-Tools und Technologien für Lehrveranstaltungen in der neuen Normalität.

Schon Aristoteles erkannte, „dass das Schicksal des Reiches von der Erziehung der Jüngsten abhängt“. Die Fähigkeit zu lehren und zu lernen bildet seit jeher einen wichtigen Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Dennoch suchen die rund 2.700 Hochschulen in Europa derzeit händeringend nach der besten Möglichkeit, um ihre 20 Millionen Studierenden zu unterstützen. Die Pandemie stellt uns vor immer neue Herausforderungen. So müssen auch Bildungseinrichtungen ihre Unterrichtsgestaltung grundlegend überdenken.

Schnell wurde der Weg in Richtung Blended Learning-Umgebung eingeschlagen, einer Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht.

Das praktische Ausmaß eines solchen Konzepts wird vielen jedoch gerade erst bewusst. Remote-Lernszenarien müssen mehr beinhalten als lediglich „ein Studium per Videokonferenz“. Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen wirken sich erheblich auf die Gestaltung des Präsenzunterrichts aus. Nur eine kleine Gruppe von Studierenden darf sich im Raum verteilen, wobei der Mindestabstand zu beachten ist. So muss nicht nur die Unterrichtsweise grundlegend verändert werden, sondern auch für die entsprechende audiovisuelle Ausrüstung gesorgt sein.

Optimierte Unterrichtsräume

Nachdem die Sitzordnung der Studierenden geklärt ist, müssen die audiovisuellen Anforderungen für die neu gestaltete Umgebung überdacht werden. Die Veränderungen im Raum und die Verteilung der Studierenden wirken sich auch auf die AV-Ausrüstung aus, die für einen effektiven Unterricht in der neuen Umgebung erforderlich ist. Beispielsweise sitzen die Studierenden näher an der Bildfläche oder weiter davon entfernt. Zudem verändert sich in manchen Fällen wahrscheinlich auch das Sichtfeld.

Für die AV-Abteilung bedeutet dies eine große Herausforderung, schließlich müssen viele zentrale Aspekte berücksichtigt werden:

  1. Wissen ist das Zauberwort: Um ein präzises Bild der jeweiligen Anforderungen zu zeichnen, stellt sich zunächst die Frage, worin die Bedürfnisse der Nutzer bestehen und welche Inhalte geteilt werden müssen.
  2. Abmessungen: Eignen sich die bestehenden Bildwände und die Größe der Projektionen im Raum auch für das neue Layout?
  3. Betrachtungsabstände: Welche Betrachtungsabstände sind für die neue Raumgestaltung erforderlich (maximal und minimal)? Neben der Sitzverteilung der Studierenden und den Betrachtungswinkeln sollten auch die Bildschirmauflösung, der Kontrast und die Helligkeit berücksichtigt werden.
Visuelle Aspekte, die vor Beginn zu bedenken sind
Inhalt & Wissen
Die Nutzerbedürfnisse und Inhalte müssen verstanden werden
Helligkeit
Wie hell ist der Raum? Bildwandhelligkeit?
Abmessungen
Ist die Bildfläche groß genug?
Betrachtungsabstand
Wie groß ist der Betrachtungsabstand maximal und minimal?
Auflösung
WUXGA, HD oder 4K – die Auflösung macht den Unterschied
Betrachtungswinkel
Konzentrationsfähigkeit verbessern
Kontrast
Entscheidendes Kriterium für die Wahrnehmung der Bildqualität
   

Es gibt viele Möglichkeit, um diese Herausforderungen zu meistern. Werden Full HD-Displays beispielsweise durch neue 4K-Displays ersetzt, verringert sich der Mindestabstand der Studierenden zur Bildfläche um die Hälfte. So könnten unter Wahrung der Abstandsregeln angenehmere Betrachtungswinkel ermöglicht werden, ohne notwendigerweise die gesamte Raumgestaltung ändern zu müssen.

Bewährte Standards und Online-Rechner bieten dabei Unterstützung. Beispielsweise lässt sich mit einer Bildgröße von Displays für 2D-Inhalte in audiovisuellen Systemen (DISCAS) die jeweils passende Spezifikation der technischen Ausrüstung bestimmen. So können die Größe, die Auflösung, der Kontrast, die Helligkeit sowie die Betrachtungswinkel und Abstände für die entsprechende Umgebung ermittelt werden.

Ein weiteres nützliches Referenzdokument ist der Standard für das Kontrastverhältnis von Bildsystemen („Image System Contrast Ratio“, ehemals PISCR). Damit wird die optimale Bildqualität sichergestellt. Dieser neue Standard ist die Weiterentwicklung des PISCR (Projected Image System Contrast Ratio), der zunächst nur für die Projektion ausgelegt war, und deckt nun jegliche Display-Typen und Technologien ab.

AV-Experten wie Panasonic gehen dabei sogar noch einen Schritt weiter und stellen Online-Tools zur Verfügung, die die Auswahl des richtigen Geräts für eine bestimmte Umgebung erleichtern. Beispielsweise lassen sich mit dem Panasonic Throw Distance Calculator der optimale Projektortyp, das Modell sowie die Positionierung für einen Präsentationsraum berechnen. Die Nutzer haben die Möglichkeit, ihre Raummaße, die Position der Ausrüstung und weitere Faktoren wie Umgebungslicht zu simulieren. Der Rechner kann exakte Anforderungen und Abmessungen analysieren und sorgt damit für die Höchstleistung Ihres Panasonic Projektors.

AV-Ausrüstung für jedes Szenario

Führende Hersteller wie Panasonic können mit ihrem breiten Angebot an professionellen Displays und Projektoren mit kristallklaren Bildern in einer Größe von 43 bis 1.500 Zoll umfassend beraten. So steht am Ende eine ideale Technologielösung mit einem Display, bei dem Größe, Helligkeit und Kontrast perfekt passen.

Je nach Betrachtungs- und Lernanforderung bieten die verschiedenen Projektoren mit moderner DLP- oder Lasertechnologie Bilder, Daten und Videos in höchster Qualität und beeindrucken zugleich mit hervorragender Zuverlässigkeit und geringem Wartungsaufwand.

Auch wenn für sehr große Bildwandgrößen in Besprechungsräumen und Hörsälen lange Zeit hauptsächlich LED-Displays genutzt wurden, ist die neueste Projektortechnologie imstande, selbst diese zu ersetzen – Anwender berichten von kreativen, wirtschaftlichen und betrieblichen Vorteilen.

Auch professionelle Touchscreen-Displays können mit ihren breiten Betrachtungswinkeln und den interaktiven Kommentarfunktionen wertvolle Tools für eine innovative Lernumgebung sein. Mit seiner umfassenden Erfahrung im Broadcast-Kamerasektor sorgt Panasonic zudem dafür, dass Bildungseinrichtungen bei ihren Blended Learning- und Lecture Capture-Ansätzen Zugang zu führenden Remote-Kamerasystemen und Live-Bildmischern erhalten.

Trotz der derzeitigen Herausforderungen für den Bildungssektor ist es ein beruhigendes Gefühl, dass Panasonic mit passenden Tools, kompetenter Beratung und einer Bandbreite an Technologielösungen wertvolle Unterstützung liefert, um Lernumgebungen schnell an die neue Normalität anzupassen.