• ERLEBNISTECHNIK IN AKTION

Ist die Erlebnistechnik das neue Gesicht des Unterhaltungsmarkts?

Author: Ben Moors, Project sales manager Benelux, Visual solutions

Ein hautnahes Erlebnis in einer interaktiven Welt aus Licht, Ton und Bild würde Ihnen bestimmt besser in Erinnerung bleiben als eine Geschichte, die Sie lesen oder erzählt bekommen. Der Markt für ‚Erlebnisunterhaltung‘ wächst rasant. Insbesondere Millennials, die sich heute weniger für materielle Dinge interessieren, sind immer auf der Suche nach Erlebnissen und bereit, Geld für sie auszugeben. Doch wie wird die Technik in der Unterhaltung eingesetzt? Und wie lange können solche Erlebnisse die Besucher fesseln?

Der Aufbau immersiver Umgebungen mithilfe von Technik hat frischen Wind in das Unterhaltungsangebot gebracht. Dem Publikum reichen passive Erlebnisse nicht mehr aus – es möchte 4D-Filme sehen, virtuelle Simulationen erleben und Augmented-Reality-Spiele spielen. Selbst der Besuch eines einfachen Küchengeschäfts ist heute mit einer VR-Tour durch das eigene Heim und seine künftige Küche verbunden.

Solche technischen Innovationen schaffen eine einzigartige Umgebung, die zusätzlichen Nutzen bietet. Inhalte können in verschiedensten neuen Formen angeboten werden, auch als mobile oder sogar lebensgroße holografische Projektionen. Und weil solche innovativen Präsentationen, die noch vor fünf Jahren kaum umsetzbar gewesen wären, immer einfacher, kostengünstiger und in deutlich besserer Qualität bereitgestellt werden können, sind sie heute auch für kleinere Unternehmen erschwinglicher und zunehmend massenmarkttauglich geworden.

Wie verändert sich der Markt?

Im Jahr 2017 unterstützte Panasonic den Vergnügungspark Comics Station in Antwerpen bei der Entwicklung einer erlebnistechnischen Umgebung, in der die Besucher berühmte belgische Comicfiguren neu entdecken sollen. Mit 90 Displays und 20 Laserprojektoren hat die Comics Station hierfür einen interaktiven Erlebnispfad für ihre Besucher aufgebaut. Mit solchen und ähnlichen Entwicklungen lassen sich auch kleinere Besucherattraktionen neu beleben, für die es sonst oft immer schwieriger wird, mit den großen Themenparks zu konkurrieren. 

Die Erlebnistechnik bietet auch Museen Möglichkeiten, junge Köpfe im digitalen Zeitalter für Kultur und Geschichte zu begeistern. Das Rijksmuseum im niederländischen Amsterdam beispielsweise führt seine Besucher per App in zwanzig seiner ausgestellten Werke vor. In Kurzfilmen und Interviews mit Musikern werden diese auf einem multimedialen Rundgang durch die Ausstellung für die Besucher lebendig. 275.000 Werke stehen online zum Download bereit und das Rijksmuseum hofft, die gesamte Sammlung von einer Million Exponaten auf diese Weise weltweit zugänglich zu machen, damit die Besucher das Rijksmuseum kennen lernen und auf eine völlig neue Weise erleben können. Infolgedessen steigen die Besucherzahlen des Rijksmuseums stetig an und haben bereits die Marke von zwei Millionen pro Jahr überschritten.

Die Erlebniswirtschaft ist ein großes Geschäft: Wirtschaftsforscher rechnen damit, dass mehrere Milliarden Euro für die Weiterentwicklung der Erlebnistechnik ausgegeben werden. Vom Einzelhandel bis zum Fahrzeughersteller bietet heute jeder solche Erlebnisse an und wir gehen davon aus, dass sich das noch weiter durchsetzen wird, da die Unternehmen ihren Kunden ständig etwas Neues bieten möchten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wie schaffen wir diese Erlebnisse?

Viele Unternehmen haben noch keine Erfahrung mit der Einbindung von Erlebnistechnik in ihren täglichen Servicebetrieb. Das Rezept für ein erfolgreiches Erlebnis enthält folgende Zutaten: Bildmaterial, Übertragung, Telekommunikation, Licht, Ton und Design.

Die für die Bereitstellung des Erlebnisses verwendeten Geräte müssen zuverlässig und der jeweiligen Aufgabe gewachsen sein. Mit bis zu 20.000 Stunden wartungsfreiem Betrieb ermöglichen Projektoren und Displays von Panasonic die risikolose Umsetzung erlebnistechnischer Präsentationen.

Erlebnisse müssen gut geplant, wohl durchdacht und nicht zuletzt für den Zielmarkt geeignet sein. Das erfordert ein hohes Maß an Kompetenz in allen Aspekten der Gestaltung einer technologischen Umgebung. Eine mangelnde Abstimmung der verschiedenen Tools und Technologien macht den Aufbau unnötig kompliziert und fehleranfällig. Dadurch drohen Ausfälle, die dem Unternehmen Kosten verursachen und seinen Ruf ernsthaft gefährden können.

Wo kann Erlebnistechnik sonst noch eingesetzt werden?

Sowohl in der Bildung als auch in der Wirtschaft kann Erlebnistechnik die Lernerfahrung bereichern und die Motivation und Aufnahmefähigkeit der Studierenden und Mitarbeiter verbessern. Untersuchungen zeigen, dass wir durch aktive Beteiligung mehr lernen als durch passive Teilnahme, und unterstreichen damit die Bedeutung des eigenen Erlebens. Digitales Lernen kann die Realität ergänzen und in manchen Fällen sogar ersetzen. Eine der neuesten Entwicklungen, die langsam auch im Bildungswesen Einzug hält, ist die holografische Projektion. Hologramme werden aus dem Kamerafeed eines Remote-Studios erzeugt und mithilfe von Projektoren weltweit an verschiedenen Orten bereitgestellt. So können zum Beispiel Redner in Echtzeit mit Zuhörern interagieren und über eine Kameraverbindung auf Reaktionen eingehen und Fragen beantworten, ganz so, als befänden sie sich im selben Raum. Diese Technik spart Kosten und wertet Veranstaltungen erheblich auf, da Sprecher und Publikum so hautnah am Geschehen teilnehmen können, wie dies bei einer einfachen Videokonferenz nicht möglich ist.

Zunehmende Qualität und sinkende Kosten dürften dafür sorgen, dass der Markt für Erlebnistechnik weiter wächst. Vielleicht werden immersive Erlebnisse beim Besuch eines Museums oder Freizeitparks schon bald ebenso selbstverständlich sein wie die WLAN-Verbindung oder mobile Tickets.

Das Panasonic-Whitepaper Wie technologiegestützte Erlebnisse die Weiterentwicklung von Organisationen fördern zum Herunterladen finden Sie unter https://business.panasonic.de/visuelle-systeme/whitepapers