• Die Technik hinter einem Lebenswerk

Die Technik hinter einem Lebenswerk

Panasonic und Informationsteknik Scandinavia stellen die technischen Lösungen bereit, welche die Marina Abramović-Sammlung im Moderna Museet perfekt in Szene setzen

Marina Abramović ist eine der berühmtesten Performance-Künstlerinnen der Welt.

Ihr mehr als fünf Jahrzehnte umspannendes Werk ergründet die Beziehung zwischen Performer und Publikum, die Grenzen des Körpers und die Möglichkeiten des Geistes.

Drei Jahre lang war das Moderna Museet in Stockholm beschäftigt, die größte Sammlung von Arbeiten der ‚Großmutter der Performance-Kunst‘ aufzubauen, die je in Europa gezeigt wurde.

Gemeinsam mit der Künstlerin gestaltete die Kuratorin Lena Essling die 10.000 qm große Ausstellungsfläche mit einer Chronik ihres Werks von den ersten Sketchen über die frühen Performances bis zu dem von den Kritikern gefeierten Stück The Artist Is Present von 2010, in dem Abramović 736 Stunden und 30 Minuten lang 1.545 Modellen, darunter James Franco, Lou Reed und Björk, schweigend gegenübersaß.

‚The Cleaner‘ umfasst mehr als 120 Arbeiten und zeigt einige ihrer berühmtesten Performances in Filmen, Videoinstallationen, Liveperformances, Szenografien und Fotografien von den 1970er Jahren bis heute.

Zu sehen sind auch gemeinsame Arbeiten mit dem deutschen Künstler Ulay, ihrem Kunst- und Lebensgefährten der Jahre 1976 bis 1988. Einige ihrer frühen Stücke – Gemälde, Fotos, Klanginstallationen und Arbeiten auf Papier – werden hier zum ersten Mal gezeigt.

Da die Sammlung zum Großteil aus Videos ihrer vielen Performances besteht, musste das Museum ein galerieähnliches Umfeld schaffen und mit geeigneter Technik für die getreue Wiedergabe des Originalmaterials ausstatten.

Acht Panasonic 55” LCD-Displays und 33 High Brightness-Laserprojektoren wurden geschickt in die Ausstellungsräume integriert und in farblich auf die einzelnen Räume abgestimmten Gehäusen an der Decke angebracht.

Der mit 500-cd/m2 besonders lichtstarke TH-55LF8 weist einen weiten Betrachtungswinkel auf. Sein elegantes Design mit einer Rahmenbreite von nur 6,5 mm und einer Tiefe von 56,8 mm ermöglicht nahtlose, großformatige Bilder.

Zwei 7.000 und 29 5.200 Lumen starke Laserprojektoren (PT-RZ770 und PT-RZ570) sorgen für ansprechende Bewegtbildprojektionen.

Die Installation wird mithilfe der Multi-Monitoring- und Steuer-Software von Panasonic gesteuert. Dadurch lässt sich die gesamte AV-Technik der Galerie über ein einziges PC-Netzterminal ein- und ausschalten. 

„Wir haben viel diskutiert, wie wir das Werk präsentieren sollten“, erklärt Museumskuratorin Lena Essling. „Alle Arbeiten ließen sich als Fotografien, viele als bewegte Bilder und einige als Szenografien darstellen, und wir haben beschlossen, das zu kombinieren. Es war eine lange Diskussion mit Marina, der die Präsentation ihres Werks sehr am Herzen liegt.

Sie macht seit den 1970er Jahren Performance-Kunst vor der Kamera und weiß genau, wie wichtig es ist, sie professionell zu dokumentieren. 

Die Entscheidung, wie und mit welchen Mitteln wir das Werk präsentieren sollten, war deshalb für die Künstlerin und das Museum ein sehr wichtiger Teil der Arbeit “

Unter anderem wurde die auf der Biennale 1997 in Venedig ausgezeichnete Arbeit Balkan Baroque vorgestellt. Dabei zeigen drei PT-RZ570-Projektoren Marina Abramović bei vergeblichen Versuchen, Blut und Schmutz von einem großen Haufen Tierknochen zu schrubben, dessen Geruch in der Rekreation des Museums ebenfalls erlebbar ist.

„Die Qualität ist im Vergleich zu vielen anderen Ausstellungen großartig“, sagt Victor Eklund, Projektmanager bei Informationsteknik Scandinavia AB. „Erreicht wird dies durch die konsistente Technik der gesamten Ausstellung.

Wir mussten die Projektoren diskret platzieren und darauf achten, dass sie den anderen Arbeiten nicht im Wege waren. Dabei kamen uns die Objektivverschiebungs- und Zoomfunktionen der Projektoren sehr gelegen.“

Die Projektoren bieten Unterstützung für 360-Grad-Installationen, einen Porträtmodus für vertikale Bildprojektion und integrierte Geometrieanpassung für unregelmäßig geformte Projektionsflächen.  

Das Multi-Screen Support System fügt mehrere Bildflächen mit Edge-Blending und Farbabgleich nahtlos zusammen. Das war insbesondere für The Artist is Present hilfreich, eine dreimonatige Ausstellung im MoMA in New York.

Mit sechs PT-RZ570-Projektoren wird die Arbeit auf einem 55-Zoll-Display als Rotationsvideo der mehreren Hundert Gesichter präsentiert, denen sie gegenübersaß.

„Es ist sehr wichtig, mit welchen Geräten man arbeitet. Der Betrachter soll nicht durch ein schlechtes oder zu klein dargestelltes Bild gestört und dadurch abgelenkt werden. Die Kunst ist extrem physisch und deshalb war die Entscheidung, wie und mit welchen Mitteln wir dieses enorm wichtige Werk optimal präsentieren sollten, für die Künstlerin und für uns ein wichtiger Teil der Arbeit“, fügt Lena Essling hinzu.

 

Marina Abramović erklärt: „Ich bin Performance-Künstlerin und brauche qualitativ hochwertige Geräte, um eine Performance zu erstellen und zu dokumentieren. Mit Panasonic zu arbeiten, war eine wirklich großartige Erfahrung.“

Marina Abramović, The Cleaner, lief vom 18. Februar 2017 bis zum 21. Mai 2017.

Weitere Informationen zum Moderna Museet finden Sie unter: http://www.modernamuseet.se/stockholm/en/