• BAHNBRECHENDE TECHNOLOGIEN
    UND VERANSTALTUNGSFLÄCHEN

Zusammenarbeit und bahnbrechende Technologien im Zentrum zukünftiger Veranstaltungsflächen

Autor: Hartmut Kulessa, European Marketing Manager

Wie sehen Meetings und Veranstaltungen der Zukunft aus? Die Teilnehmer werden ermutigt, Ideen zu entwickeln, sich an Diskussionen zu beteiligen und auf diese Weise ihre persönlichen wie unternehmerischen Denkweisen weiterzuentwickeln. In den Konferenzräumen der Zukunft stehen Interaktion, Austausch und praktische Anwendungen, im Vordergrund, damit die Teilnehmer anschließend auf diese wertvollen Erfahrungen zurückgreifen können. Innovationen wie Holografietechnik, 3D-Projektionen und gemeinschaftlich genutzte Arbeitsumgebungen werden wichtiger als je zuvor. Wie können wir uns auf diese Veränderung vorbereiten?

Panasonic steht an der Spitze der Forschung und Diskussion über den ‘Future Meeting Space.’ Dieses vom German Convention Bureau, der European Association of Event Centres und dem Fraunhofer-Institut ins Leben gerufene Projekt erforscht die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für erfolgreiche Konferenzen, die unterschiedlichen Arten der Teilnehmer und den Einfluss der Technologie auf diese.

Im Zuge des Projekts soll herausgefunden werden, wie Besprechungen, Konferenzen und Veranstaltungen in fünf bis zehn Jahren ablaufen und welche Technologien am Veranstaltungsort benötigt werden. Dabei kann es sich um Interaktionsforen mit holografischer Projektion, Konferenzen an mehreren Standorten dank Kameratechnologie oder Zusammenarbeit bei Konferenzen mit interaktiver Display-Technologie handeln.

Wie die Forschung gezeigt hat, sind Digitalisierung und Interaktion zwei der wichtigsten Anforderungen, die durch innovative Technologie unterstützt werden sollten. So können Präsentationen durch große Projektionsflächen und interaktiven Videowänden eine visuelle Verbindung zu den Teilnehmern herstellen und damit zu besonders packenden sowie unvergesslichen Erlebnissen werden. Die Displays von Panasonic ermöglichen dank ihrer Multi-Touch-Technologie mehreren Nutzern durch gleichzeitiges Schreiben die aktive Beteiligung. Mit Hilfe der ShadowSense-Technologie erstellt Panasonic großformatige Touchscreen-Displays. Bei dieser Technologie werden Sensoren verwendet, die den Schatten von Objekten erkennen und ihre genaue Position ermitteln sowie bei größeren Videowalls bis zu 20 verschiedene berührungsempfindliche Punkte gleichzeitig identifizieren. So kann die Technologie Eingabegeräte – wie Finger, Eingabestifte oder Radierer – erkennen und zwischen diesen wechseln. Die Sensortechnologie kann sogar versehentliche Berührungen erkennen und ignorieren.

Wie die Forschung gezeigt hat, sind Interaktionen und der Einsatz digitaler Technologien weitere Erfolgsfaktoren. Für eine erfolgreiche Wissensvermittlung, wurde die Verwendung von neuen und interaktiven Formaten und Technologien sowie Visualisierungsgeräte empfohlen. Panasonic hat kürzlich den „Erweiterten Seminarraum“ eingeführt, der, auch wenn er ursprünglich für den Einsatz im Bildungsbereich konzipiert wurde, ebenso für die Veranstaltungsräume der Zukunft geeignet ist. Die erweiterte Technologie wurde zusammen mit externen Partnern entwickelt und verwendet Laserprojektoren mit Edge-Blending für eine große Frontprojektion. Auf den Arbeitstischen sind interaktive Displays installiert, um gemeinschaftliche Arbeitsumgebungen für Kleingruppen entstehen zu lassen. Inhalte können von den kleineren Displays auf den Hauptprojektor projiziert werden und damit Gruppendiskussionen und die Zusammenarbeit in interaktiven Meetings ermöglichen.

Das Ermöglichen von interaktiven und kollaborativen Besprechungsumgebungen ist ein Trend, welches sich auf dem Markt abzeichnet. Laut dem Bericht spielt das gemeinschaftliche Arbeiten, also die Zusammenarbeit, eine außerordentlich wichtige Rolle im Prozess der Wissensvermittlung. Neues Wissen entsteht auf nachhaltigere Weise, wenn Informationen ausgetauscht werden. Veranstalter sollten somit nicht nur die Interaktion der Teilnehmer durch geeignete Formate und Technologien fördern, sondern Inhalte online stellen und damit zugänglich machen. Auf diese Weise können sie neue Lern- und Unterrichtsmethoden direkt für ihr Angebot nutzen. Bei Allied International Bank haben wir eine große Unternehmensinstallation mit über 500 Panasonic Displays geschaffen und somit Breakout-Bereiche für informelle Meetings entstehen lassen und Botschaften mittels Digital Signage verbreitet. Die AV-Installation führte bei AIB zu einer Änderung der Arbeitskultur, die Notwendigkeit der E-Mail-Kommunikation wurde reduziert und ein flexibler Arbeitsbereich geschaffen, damit die Mitarbeiter sowohl informell als auch formell zusammenarbeiten können. Von dieser Technologie kann der Veranstaltungsort der Zukunft profitieren.

Der Bericht zeigte auch, wie wichtig Networking ist. Bei Veranstaltungen arbeiten die Teilnehmer intensiver zusammen und legen großen Wert auf den Austausch ihrer Erfahrungen, Kenntnisse und Inhalte. Die persönliche Interaktion setzt sich nach der Veranstaltung fort und führt zu laufenden Netzwerken.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Forschung war, dass Teilnehmer dann mit einer Veranstaltung zufrieden sind, wenn diese neben der Wissensvermittlung auch überraschende und neuartige Elemente enthält, die bahnbrechend für Veränderung sorgen. Zudem sollte auf die individuellen Anforderungen unterschiedlicher Arten von Teilnehmern eingegangen werden. Teilnehmer betrachten eine Veranstaltung als erfolgreich, wenn sie etwas Neues lernen, das sie bei ihrer täglichen Arbeit anwenden können und durch überraschende Inhalte zu Veränderungen angeregt werden. Ebenso wichtig ist es, unterschiedliche Arten von Teilnehmern zu berücksichtigen und zu integrieren, ob sie eher analog arbeiten, technikaffin sind, jung, alt, ruhig, oder extrovertiert sind.

In der ersten Stufe des Forschungsprojekts Future Meeting Space wurde unter anderem den Präsenz in Form von Hologrammen als nächster Technologietrend für Meetings und Veranstaltungen identifiziert. Im letzten Jahr wurde im Imperial College in London eine holografische Projektion mit Hilfe von Panasonic Projektoren erzeugt. Die Referenten konnten über eine Kamera mit den Studierenden in Echtzeit sprechen, auf Wortmeldungen reagieren und Fragen beantworten – ganz so, als befänden sie sich im gleichen Raum. Bei dieser Technik wird ein Livebild auf eine Glasscheibe projiziert und dann mittels Hintergrund, Projektor und Monitor eine Illusion von Tiefe geschaffen. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten in Bildung und Wirtschaft. Um auch eine gute nonverbale Kommunikation mit den Zuhörern zu ermöglichen, konnten die Referenten über einen hochauflösenden Monitor, der in einem Remote-Studio entsprechend eingerichtet war, mit den Zuhörern jeweils direkt Blickkontakt aufnehmen und auf diese reagieren.

Event-Unternehmen können so die besten Referenten für ihre Veranstaltungen gewinnen, ohne dass diese anreisen müssen, was neben den hohen Kosten zudem Zeitaufwand für die Referenten bedeutet und Umweltschäden verursacht. Diese Art Technologie ist im Vergleich zu Hologramminstallationen mit „Pepper‘s-Ghost-Effekt“ kostengünstig und daher für mittelständische Unternehmen eher erschwinglich.

Mithilfe der holografischen Projektion könnte ein interaktives Umfeld für Telefonkonferenzen und Besprechungen geschaffen werden. Internationale Unternehmen könnten so Kosten sparen, indem die Teilnehmer bei Besprechungen zwar physikalisch abwesend sind, aber dennoch persönlich präsent sein können. Besprechungen, Seminare und Gespräche können von mehr Teilnehmer besucht werden, als dies bei einer Präsenzveranstaltung möglich wäre, und die Teilnehmer können sich über eine Videoverknüpfung besser einbringen und beteiligen.

Die Meetings und Veranstaltungen der Zukunft werden interaktiver sein und Technologie einsetzen, mit der die Teilnahme zu einem Erlebnis wird. Mit der Entwicklung und Verfeinerung der Technologie werden neue Kooperationstechniken und holografische Projektionen weltweit ihren Weg in Konferenzräumen finden.